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Die Eisheiligen sind geschafft!

Frühlingsgenuss vom Feinsten

Wenn wir schon im Virgental keinen Massentourismus haben, so haben wir doch ein Massenaufkommen an wunderbar gelb blühendem Löwenzahn. Während unten im Tal bereits die Pusteblumen ankündigen, dass die Blütezeit vorbei ist, leuchten in Hinterbichl die Wiesen im leuchtenden Gelb. Das ist das erste Zeichen dafür, dass die kulinarische Wildkräuterjahreszeit auf ihren Höhepunkt zugeht.

Löwenzahnblüten und Löwenzahnknospen bilden eine feinbittere Grundlage für Süßes wie Gelee oder Marmeladen zusammen mit anderen Früchten oder für Herzhaftes. Ein Chutney aus den Blüten in Kombination mit Rhabarber, Paprika, Zwiebeln, Waldfrüchten? Lecker, das ganze Jahr über. Für mich ist es immer wieder eine Überraschung für meine Gäste in der

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Eine Leckerei aus Löwenzahn – ein Beispiel von vielen

Wildkräuterschule: Bergkäse mit Löwenzahnblüten-Chutney. Eine andere Variante ergibt sich aus den Blüten, aus Zwiebeln mit Ingwer, Kurkuma und als Farbtupfer Stückchen von roter Paprika oder Möhre. Eine weitere Überraschung für meine Wildkräuterpicknicks sind die eingelegten Löwenzahnknospen. In einem feinen Gewürzsud werden sie kurz gekocht, dann dürfen sie einen Tag im Kühlschrank durchziehen, bevor sie mit einem Weinsud mit Honig aufgekocht in Gläsern festverschlossen das ganze Jahr über Frühlingsgefühle hervorrufen können.

Jetzt endlich nimmt auch das Grün in Form von Brennnesseln, Schafgarbe, Löwenzahn, Sauerampfer, Beifuß, Wiesenbärenklau u.v.m. Gestalt an, so dass wir wieder aus dem Vollen schöpfen können. Damit beginnt für uns und unsere Ernährung wieder die Hochzeit, die unserem Körper so gut tut.

Was dahinter steckt ist auf der einen Seite das frische Grün, das Chlorophyll, das die Blutbildung unterstützt und auf der anderen Seite die vielen Bitterstoffe, die die Verdauungssäfte anregen und insgesamt tonisieren. Das heißt, sie wirken stärkend auf Geist und Körper, schenken Lebensenergie und  setzen die Antriebskräfte in Gang.

Was also könnte uns jetzt besser tun, als einfach jeden Tag eine Dosis Wildkräuter zu essen in welcher Form auch immer: Als Salat gemischt mit Feldsalat, als Pesto mit leckeren Kartoffeln, als Wildspinat oder einfach nur als Kräuterbutter oder -quark. Zusammen mit täglich ein bis zwei Tassen Brennnesseltee ergibt das nicht nur eine leckere sondern auch eine gesunde Frühjahrspur.